Wer Himbeer-Joghurt aus Himbeeren herstellen will, muss mehr als 30 Euro investieren, um ein Kilogramm herzustellen. Wer auf Kunst-Aromen setzt, den kostet das nur 0,06 Cent.
Die eigentliche Überraschung ist: Natürliche Himbeer-Aromen müssen nichts mit Himbeeren zu tun haben. Die Weltproduktion deckt nicht einmal fünf Prozent des Bedarfs an fruchtigen Aromen. Himbeeraroma wird deshalb oft aus Zedernholz gewonnen. Dabei werden die Sägespäne mit Wasser, Alkohol und einem Cocktail aus Substanzen, die nur die Unternehmen kennen, verkocht. Und die Verbraucher erfahren nichts davon. Denn die Aromen dürfen ‘natürlich’ genannt werden, weil der Ausgangsstoff aus der Natur kommt.
Kein Wunder also, dass ich meinen Joghurt lieber selber mache und frich gekaufte Himbeeren selbst hineinfallen lasse
Wer sich übrigens für Zusatzstoffe in Lebensmitteln interessiert, der wird neuerdings in Hamburg fündig … im ersten Deutschen Zusatzstoffemuseum! Dort kann man unter anderem an einer Riechstation erleben, das Bananenaroma aus Essigsäure und Alkohol gemischt wird. Soviel zum scheinbar so leckeren Bananenjoghurt im Kühlregal – iiiih bah! Wem jetzt fröstelt, der kann sich hier einen sehr schönen Mantel anschauen … geschneidert nach Maß und selbstgemacht!